Manuel Westphal MdL
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Presse
10.04.2019, 11:10 Uhr | Abgeordnetenbüro
Die Zukunft der Landwirtschaft diskutiert
Gesprächsrunde mit jungen Milchviehhaltern aus der Region
Der Stimmkreisabgeordnete für den Bayerischen Landtag hat eine ausführliche Diskussion mit jungen Milchviehaltern aus der Region geführt. Auf Initiative von Hans Walter, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat sich vor einigen Jahren ein Arbeitskreis „Junge Milchviehhalter“ gegründet, in dem sich junge Landwirte aus der Region austauschen und gegenseitig unterstützen können. Mit dem Landtagsabgeordneten unterhielten sich die Landwirte über Zukunftsfragen der Landwirtschaft.
Aktuelle Vorgaben und Verordnungen erschweren den Landwirten zunehmend ihre Arbeit. Noch dazu kommt die öffentliche Kritik, die derzeit an den Landwirten geübt wird, beispielsweise durch das Volksbegehren zur Artenvielfalt. Gerade junge Landwirte stellen sich daher die Frage, wie sie ihren Hof in Zukunft weiter bewirtschaften sollen. Aus diesem Grund haben die AK-Mitglieder den hiesigen Landtagsabgeordneten Manuel Westphal zu ihrer Sitzung in Alesheim eingeladen, um mehr über aktuelle Entwicklungen auf Landesebene zu erfahren.

Westphal, dessen Familie selbst eine Landwirtschaft betreibt, weiß um die Sorgen und Ängste der Landwirte Bescheid. „Die Novelle der Düngeverordnung, die neue Anlagenverordnung oder die Entwicklungen rund um das Volksbegehren Artenvielfalt sind nur einige Gründe, die den Landwirten zunehmend Sorgen bereiten. Ich bin froh, dass mir der AK heute die Möglichkeit gibt, meine Position zu den einzelnen Themen zu vermitteln“, erklärte Westphal während der Sitzung.

Die Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft: Sie erzeugt Nahrungsmittel und erhält zeitgleich unsere Kulturlandschaft. In der aktuellen Diskussion werden die Landwirte und ihre Arbeit allerdings zunehmend kritisiert. „Leider schaut kaum jemand wirklich hin, wie wir arbeiten und was wir durch unsere Bewirtschaftung für die Umwelt bereits tun“, erklärte AK-Vorsitzender Mathias Rottler aus Indernbuch. Auch in der Landwirtschaft gäbe es schwarze Schafe, doch die Mehrheit bewirtschaften nach guter fachlicher Praxis. Die zunehmende Bürokratisierung und die zahlreichen Verordnungen erschweren die Arbeit der Landwirte, wie es auch Wirtschaftsunternehmen oder Handwerksbetriebe zunehmend feststellen müssen. „Viele dieser Verordnungen sind in der EU begründet. Auf dieser Ebene muss eine Lösung gefunden werden, damit die Bürokratisierung nicht noch weiter zunimmt. Der Landwirt verbringt jetzt schon mehr Zeit im Büro als auf dem Traktor oder im Stall, was sein eigentlicher Arbeitsort sein sollte“, verdeutlichte Westphal und führt weiter aus: „Um hier Verbesserungen zu erzielen, muss neben uns Politikern auch der Bauernverband mit seinen Mitgliedern aktiv werden!“

Ein großes Thema war in diesem Zusammenhang auch die Diskussion um das Volksbegehren Artenvielfalt. „Die Landwirte wurden von den Initiatoren des Volksbegehrens extrem an den Pranger gestellt. Auch in unserer Region gab es harsche Kritik an den Landwirten. Dabei sind es doch die Landwirte, die für den Erhalt unserer Kulturlandschaft Tag für Tag sorgen. Weitere Einschränkungen für die Landwirtschaft darf es durch die Übernahme des Gesetzesentwurfes nicht geben. Gemeinsam mit dem Bauernverband müssen sich auch hier die Landwirte für ihre Interessen stark machen. Aus diesem Grund suche ich auch das Gespräch mit den Vertretern der Landwirtschaft aus meinem Stimmkreis, um wichtige Eckpunkte für das Begleitgesetz zu erarbeiten. Unsere Ergebnisse werde ich anschließend in die Diskussion im Bayerischen Landtag mit einbringen“, verdeutlichte Westphal.

Die Mitglieder des AKs haben sich zudem auch schon bereit erklärt, den Bienenpakt Altmühlfranken zu unterstützen und Flächen anzubieten, die als Blühwiesen genutzt werden können. „Auch die Öffentlichkeitsarbeit würden wir gerne enger begleiten, um somit auch zu zeigen, dass wir Landwirte bereits viel für die Umwelt und den Erhalt der Artenvielfalt tun“, ergänzte Rottler.

Während der ausführlichen Gesprächsrunde konnten noch weitere Themen angesprochen werden, wie die bessere Vermarktung regionaler Produkte. Wer beim Einkaufen auf Produkte aus der Region achtet und dem Discounter-Sortiment vorzieht, unterstützt auch die hiesige Landwirtschaft.

„Die Diskussion mit den Landwirten war sehr offen und ehrlich. Ich habe einige Hausaufgaben mitbekommen und werde die Interessen der Junglandwirte in München vertreten“, versprach Westphal abschließend.